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Richtig gut schlafen: Die größten Schlafmythen im Überblick

Erholsamer Schlaf ist das wichtigste Regenerationsinstrument des menschlichen Körpers. Wer über längere Zeit schlecht oder zu wenig schläft, wird die Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und Psyche früher oder später spüren und eine Verschlechterung der Lebensqualität feststellen. Achten Sie daher immer auf ausreichenden und erholsamen Schlaf auf einer Matratze, die zu Ihrem Körper passt.

Um das Thema Schlaf ranken sich auch allerhand Mythen, die sich hartnäckig weiterverbreiten. In diesem Beitrag sprechen wir über die größten Schlafmythen!
 

Jeder Mensch braucht gleich viel Schlaf

Der Schlafmythos, dass jeder Mensch acht Stunden Schlaf benötigt, bleibt tief und fest in den Köpfen verankert. Allerdings ist das Schlafbedürfnis sehr individuell und verändert sich auch im Laufe des Lebens mit dem Alter und der Lebenssituation. Manche Menschen sind nach sechs Stunden ausgeschlafen, weil die Schlafqualität sehr hoch ist, während andere mindestens neun Stunden Schlaf benötigen. Babys und Jugendliche haben ein sehr hohes Schlafbedürfnis, da sich der Körper im Wachstum befindet und viele Veränderungen verarbeitet werden müssen. Stress oder Krankheiten können die Schlafdauer und -qualität ebenfalls sehr stark beeinflussen und das Schlafbedürfnis verändern.

Schlummertrunk: Ein Glas Wein oder Bier verbessert den Schlaf

Hier handelt es sich um einen Schlafmythos, der nicht aus der Welt geschafft werden kann. Alkohol lässt uns zwar müde und schläfrig werden, aber die Schlafqualität ist wesentlich schlechter als ohne Alkoholeinfluss. Man schläft zwar schnell ein und während des ersten Teils der Nacht schläft man tief, aber nach ungefähr einem Drittel der Nacht lässt die Wirkung nach und der Schlaf wird unruhig und die Wachphasen häufiger. Zudem fördert Alkohol das Schnarchen, wodurch der Schlaf des Partners gestört werden kann. Insgesamt ist die Schlafqualität also wesentlich schlechter und man sollte von häufigem Alkoholkonsum Abstand nehmen.

Die Temperatur im Schlafzimmer sollte sehr niedrig sein

Ja, die Temperatur im Schlafzimmer​​​​​​​ sollte unter jener liegen, die im Wohnzimmer als angenehm empfunden wird, aber unter 16 bis 19 Grad sollte die Temperatur nicht liegen, denn schließlich sollen Sie auch nicht frieren. Vermeiden Sie Zugluft im Schlafzimmer, da dies den Schlaf stören kann, jedoch sollten Sie ausreichend lüften – vor dem Schlaf und nach dem Wachwerden!

Legen Sie einen Mittagsschlaf ein

Hinter diesem Schlafmythos steckt ein Funken Wahrheit. Ein Powernap, der maximal 20 Minuten dauert, kann unsere Leistungsfähigkeit am Nachmittag verbessern und helfen, das Mittagstief zu überwinden. Wenn Sie allerdings länger als 30 Minuten schlafen und in die Tiefschlafphase übergehen, schadet der Mittagsschlaf mehr als er nützt und führt womöglich zu Einschlaf- und Durchschlafproblemen in der Nacht.

Fernsehen hilft beim Einschlafen

Diese Situation kommt fast allen bekannt vor: der Film beginnt und nach 10 Minuten werden die Augenlider immer schwerer und man döst langsam ein. Viele Menschen haben aus diesem Grund einen Fernseher im Schlafzimmer, weil sie glauben, dass sie damit besser einschlafen können. Leider ist dies ein Irrglaube, denn dieser Schlaf ist geprägt von viele Unterbrechungen, kurzen Wachphasen und einem generell oberflächlichen Schlaf. Das wechselnde Licht des TV-Geräts sorgt zudem für eine unruhige Atmosphäre, in der kein erholsamer Schlaf entstehen kann. Verbannen Sie den Fernseher aus dem Schlafzimmer und lesen Sie stattdessen ein paar Seiten in einem Buch.

Vergessen Sie nicht, Ihrem Schlaf und der Schlafqualität einen hohen Stellenwert beizumessen, denn die Nachtruhe ist ein wichtiger Schlüssel für Gesundheit und Lebensqualität.